
Wie funktioniert die Wahrnehmung von Schmerzen? Warum kann die Schmerzwahrnehmung chronisch werden und so die alltägliche Wahrnehmung beeinflussen? Diese Fragen werden in der Forschung seit Jahrzehnten bearbeitet, und obwohl mittlerweile für bestimmte Schmerzzustände sehr gute Erklärungsmodelle vorliegen gibt es noch keine allumfassenden Antworten.
Neben den sogenannten organischen Ursachen bestimmter Schmerzustände weis man aus wissenschaftlichen Untersuchungen das die Hirnaktivität chronischer Schmerzpatienten sich bereits in Ruhe (= keine Aufgabe wird
bearbeitet) von der Aktivität gesunder Probanden unterscheidet.
Vermutet wird daher, dass Schmerzzustände die über einen längeren Zeitraum bestehen, das so genannte "Alltags-Netzwerk" (eng. Default-Mode-Network) des Denkens negativ beeinflussen: Es werden nicht nur die momentanen Wahrnehmungen der Schmerzreize verarbeitet, sondern diese werden zu allen Zeitpunkten immer gemeinsam mit Erinnerungen und Gefühlen verwoben, die zum Beispiel vonschmerzhaften Ereignissen in der Vergangenheit abhängen.
Bei vielen Schmerz-Patienten hat sich gezeigt, dass die langsamen Theta-Anteile und die schnellen Beta-Anteile des EEG zu stark vertreten sind. Theta kann in diesem Zusammenhang als Repräsentanz "innerer Zustände", zu denen auch die gespeicherten Erinnerungen an den Schmerz gehört, gewertet werden. Die schnellen Beta-Anteile stehen für eine besonders ausgeprägte Konzentration (unter anderem auch auf den Schmerz), die oft als sehr anstrengend empfunden wird.
Mittels der Neurofeedback Therapie sollen die zu hohen Anteile bestimmter Frequenzen des EEG reduziert werden. Gleichzeitig werden die Anteile die für eine entspannte Hirnaktivität stehen verstärkt. In der Summe ergibt sich so ein deutlich "gelösteres" Verhalten, das nicht ausschließlich von dem Gedanken an den Schmerz dominiert wird.
Festnetz: 02151-7 81 53 74
Mobil: 0177-491 38 78
Festnetz: 02331-7 87 54 48
Mobil: 0160-947 656 50
© NeuroFit GmbH Therapie- und Trainings-Akademie - Internetagentur: screenwork