


Seit Jahren steigt bei Kindern - und zunehmend auch bei Erwachsenen - die Zahl der ADHS-Diagnosen. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass 3 - 10% aller Kinder in Deutschland unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung leiden.
Im Rahmen der medizinischen Behandlung gilt derzeit die Medikation mit dem Wirkstoff Methylphenidat als Standardtherapie. Der Verbrauch dieser Psychostimulanz, die unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist von 1993 bis 2005 um das 35fache gestiegen, von 34 kg auf fast 1.200 kg.
Alternativ dazu hat sich als erfolgreiche, nicht medikamentöse Therapie die Behandlung mit Neurofeedback in der Praxis bewährt, wie durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen nachgewiesen wurde.
ADHS-Patienten steht nun Neurofeedback als wirksame nicht-medikamentive Therapie zur Verfügung. Die Therapie basiert auf der Erkenntnis, dass jeder Mensch in einem bestimmten Rahmen in der Lage ist, seine Körperfunktionen selbst zu beeinflussen. Beispielsweise können Taucher ihre Herzfrequenz vor einem Tauchgang entscheidend senken, um den Sauerstoffverbrauch zu reduzieren.
Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Menschen auch ihre Gehirnströme (Hirnwellen) gezielt steuern können. Die Hirnwellen werden hierzu über, am Kopf angebrachte, Sensoren erfasst und bildlich dargestellt (EEG = Electro-Encephalo-Gramm). Im Rahmen des NeuroFit-Trainings lernen die Klienten, ihre sichtbar gemachten Hirnwellen zu beeinflussen und so die Gehirnaktivität zu verändern.
Bei Kindern mit der Diagnose AD(H)S sind spezielle Muster im EEG zu beobachten. Durch individuelle Trainingspläne, erstellt auf Grundlage einer sorgfältigen Diagnostik, lernen die Patienten ihre Hirnströme selbst zu beeinflussen und so die typische AD(H)S-Symptomatik „auszuschalten". Kinder lernen, ihre geistigen Fähigkeiten in problematischen Situationen eigenständig zu regulieren; beispielsweise, sich auf den Punkt zu konzentrieren oder Nervosität abzubauen.
Die Vorteile dieser Therapie: Verzicht auf potenziell gefährliche Medikamente und vor allem - anders als bei der Behandlung mit Psychostimulanzen - eine dauerhafte Wirkung. Nach den in der Regel über rund 25 Sitzungen laufenden Trainings bleibt der Lernerfolg dauerhaft erhalten; nur in Einzelfällen sind spätere Auffrischungen notwendig.
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